London

„Im Namen von Merlins Unterhose, es gibt keinen Zweifel. London ist magisch, London ist schön, London ist eigen, London ist einzigartig…“

Ein kalter, sehr – sehr – sehr früher Morgen und die Reise beginnt. Auf zum Flughafen nach München, denn London wartet auf uns. Nein die Anreise mit Besen war leider nicht möglich und so reisen wir eben ganz konventionell mit Flugzeug in die schöne Hauptstadt Englands und in die heimliche Harry Potter Hauptstadt. Die Nacht zuvor natürlich kaum geschlafen, was eindeutig der Aufregung geschuldet war – klingelt uns dann um 3 Uhr der Wecker aus dem schönen Urlaubsschlaf. Oh je… ja wir sehen um diese Uhrzeit leider genauso aus wie wir uns fühlen. Egal, draußen ist es noch sehr dunkel was unserem momentanen Erscheinungsbild zu Gute kommt und die Nachbarn schlafen eh… Nach einigen Tränen, da das Fellkindchen bei Oma und Opa bleibt und dort Urlaub von Mama und Papa macht düsen wir also durch die Nacht in freudiger, gespannter Erwartung was alles kommen wird in London. Nach einem ruhigen Flug, einem Cappuccino und vielen Warteschleifenkurven, die uns einen tollen Blick auf London bescherten, endlich die Landung in London Heathrow. Dank des genialen Tipps von meinem Schwager (Danke Denis!) ging es ohne Umwege mit der Kreditkarte (super praktisch man braucht gar keine Tickets mehr für U-Bahn/Bus etc.) in die Underground und mit der Picadilly Line direkt ab zum Picadilly Circus… Rein in den Trubel, raus aus der Station und Bäm! stehen wir mitten am Picadilly Circus. Da sind wir so schnell drin im regen Treiben, man ist quasi sofort Teil von all dem Gewusel… Der Picadilly Circus wurde bereits 1819 fertiggestellt und er befindet sich im Stadtteil City of Westminster. Er ist zweifelsohne ein wichtiger Knotenpunkt, der viele wichtige Straßen in London verbindet und hier ist immer Bewegung zu spüren. Vielleicht wurde er gerade deshalb zur Zeit der Kolonisation und des großen „British Empire“ als „Mittelpunkt der Welt“ bezeichnet?

Nachdem wir uns etwas eingefunden hatten konnten wir unsere Koffer bis zum Einchecken in unserem Hotel abstellen. Überhaupt können wir nur Positives über das The Z Tottenham Court Road berichten. Tolle, sehr saubere und moderne Zimmer, super freundliches Personal und das Highlight schlechthin – jeden Abend von 17 – 20 Uhr gratis Wein und Käsebuffet. Das kann sich doch sehen lassen oder? Da es langsam auf 11 Uhr zuging machten wir uns direkt auf den Weg zum so langersehnten Buckingham Palast. Ein absolutes Highlight für mich persönlich. Auf dem Weg dorthin kamen wir übrigens an einem Geschäft names „Kingsman“ vorbei… Jeder der Kingsman gesehen hat muss hier natürlich ein Foto machen.

Aber nun – endlich zu den Royals!! Wir erwischten dann tatsächlich auf den Punkt genau die Wachablöse und konnten im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten der offiziellen Residenz von Queen Elisabeth II entgegenschreiten. Einmal um die nächste Ecke gebogen trauten wir kaum unseren Augen. Da waren so unfassbar viele Leute. Man kam nicht mal annähernd in die Nähe der Tore zum Palast. Okay wir haben uns dann angeschaut wie die Gardekapelle hinter den Menschenmassen verschwand und ein bisschen das bunte Treiben vor Ort genossen. Sehen konnte man leider nichts mehr, dazu hätten wir vermutlich früh am Morgen unser Zelt vor dem Palast aufschlagen müssen. Das „Changing of the Guard“ ist bereits seit über 700 Jahren Tradition und geht ursprünglich auf Henry den VII zurück. Die Truppenstärke hängt immer davon ab ob die Queen im Palast weilt oder nicht. Übrigens, wenn es regnet (in London doch nie – haha) findet die Zeremonie gar nicht statt, denn die Bärenfellmützen dürfen nicht nass werden. Punkt – so ist das in London!

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Mit der U-Bahn ging es dann weiter in Richtung „The Shard“ wo wir zufällig in einen Streetfood Markt gestolpert sind. Da war wirklich ein Stand verführerischer als der andere und die Auswahl war echt schwer. Für meinen Mann gab es dann einen leckeren Shrimps Burger und für mich ein Curry mit Hühnchen… Beides schmeckte unsagbar lecker! Ich muss anmerken, wir sind oft sehr vorsichtig bei der Essenswahl, da mein Mann eine starke Nussallergie hat. In London hatten wir aber zu keiner Zeit ein Problem, da sie es dort mit sämtlichen Allergien sehr genau nehmen und sie am Streetfood Markt sogar nochmal nachgeschaut haben ob das Öl auch kein Erdnussöl ist. Dafür auf jeden Fall Daumen hoch von uns!

Da wir an einem Sonntag angereist sind mussten wir feststellen, dass einige Sehenswürdigkeiten in London am Sonntag geschlossen haben! Ja tatsächlich – so zum Beispiel die Westminster Abbey – Sonntag Besichtigung – Fehlanzeige… ebenso die Beefeater Gin Destillery. So what…

Unser nächster Weg führte uns dann direkt und ohne Umwege nach Kings Cross. Eeeeeendlich, der legendäre Kings Cross. Wer kennt es nicht – Gleis 9 ¾ – ein Muss für alle Potterfans – also auch für uns! Man fühlt sich dort gleich ein bisschen verzaubert, irgendwie denkt man immer gleich kommt der Hogwarts-Express ums Eck. Und dann erst der Harry Potter Store… So viel zu bestaunen und der Foto Spot mit dem berühmten Gepäckwagen der in der Wand verschwindet, hach da hat mein Harry Potter Herz gleich um 9 ¾ Takte höher geschlagen – und sooooo viele Leute. Ich glaube um ein Foto dort zu bekommen hätten wir uns besser schon mal letztes Jahr angestellt… dann gab es halt nur aus der Ferne ein Bild. Hat dem magischen Flair an diesem Ort aber keinen Abbruch getan – hier liegt sowas von Magie in der Luft – nun gut zumindest für die Nicht Muggel war das eindeutig zu spüren… Es ist faszinierend wie diese Geschichte um den kleinen großen Zauberer lebt und lebt und der Hype findet kein Ende. Auch viele Jahre nach dem Ende der Bücher und der Filme ist die Begeisterung ungebrochen und das ist doch so was von toll oder?

Unser Weg zurück Richtung Hotel führte uns dann am berühmten London Eye vorbei. Wenn man wie ich dachte – ach ja ein Riesenrad eben – wird man definitiv überrascht sein, wie unfassbar groß so ein Riesenrad sein kann! Es wird auch das „Millenium Wheel“ genannt und misst stolze 135 Meter. Somit ist es das viertgrößte Riesenrad der Welt, die Gondeln fassen bis zu 28 Personen und es sollte ursprünglich nur ca. 5 Jahre betrieben werden. Der Erfolg sprach aber für sich und deshalb darf es auf unbestimmte Zeit weiter seine Runden über dem Südufer der Themse drehen. Wäre auch irgendwie schade drum, gehört es doch mittlerweile definitiv zu DEN Wahrzeichen von London.

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Einen Abstecher machten wir natürlich dann noch in die Oxford Street. Sie befindet sich im Stadtteil Mayfair und erstreckt sich auf eine Länge von 1,9 km. 1909 eröffnete dort das bekannte Kaufhaus Selfridges, in dem das Flugzeug ausgestellt wurde mit welchem Louis Blériot damals über den Ärmelkanal flog. Viele Geschäfte, noch mehr Menschen, überall musikalische Beschallung…. Und mittendrin ein Disney Store. Da mussten wir natürlich rein. Es war auch sehr schön anzuschauen, wobei wir uns ehrlich die Frage stellten wie die armen Verkäufer dort den ganzen Tag die Disney Musik in voller Lautstärke ertragen? Na gut, wenn ich dafür Elsas Eisprinzessinnen Kleid tragen dürfte und mein Mann sich als Olaf verkleiden würde – ja dann könnten wir darüber reden…

Unser Ziel zum Abendessen war das „Flat Iron“. Wir marschierten dorthin und bis ein Platz frei wurde konnten wir uns die Zeit noch bei einem kleinen Abendspaziergang durch die berühmte Carnaby Street vertreiben. Biegt man dort ganz unauffällig mal in eine unscheinbare kleine Gasse ab, steht man direkt im Kingly Court. Ein bunter, lauter Innenhof, vollgepackt mit Lokalen und das Ganze auf vier Stockwerken. Einfach cool und absolut sehenswert. Ebenso wie unser Abendessen im Flat Iron, hier auch beide Daumen hoch, super Service, und ein hammergeiles Essen zu einem einmaligem Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Runde durch China Town und ein Guiness sowie einen Cider später fielen wir dann wirklich hundemüde in unser schönes, bequemes Bett. 21 Kilometer Fußmarsch – und wir schliefen in dieser Nacht den Schlaf der Gerechten. Und so stand ich in dieser Nacht am Gleis 9 ¾ und reiste königlich als Elsa im hellblauen Mädchentraum im Hogwarts Express zum Buckingham Palast… zu essen gab es übrigens Steak an Bertie Botts Bohnen – und Butterbier…

Good Morning London – it´s a Boy! Yes, da sind wir einmal in London und dann kommt Baby Sussex zur Welt. Was eine Freude und alle Londoner freuen sich über den kleinen Archie mit. Irgendwie total schön anzusehen und mitzuerleben. Für uns ging es mit der Underground erstmal Richtung Coppa, ein schnuckeliges kleines Lokal direkt an der Themse mit tollem Blick auf „The Shard“. Das Frühstück war super lecker und genau so kann ein Citytrip Morgen meiner Meinung nach beginnen. Gut gestärkt und schön ausgeschlafen nahmen wir direkten Kurs auf den Tower. Die Kronjuwelen dürfen wir natürlich nicht verpassen. Alter Schwede – so viel Gold hab ich ja noch nie gesehen. Also vom goldenen Weinkühler bis zum Zepter über die Kronen… Ja Diamonds are the Girls best friends… Nicht schlecht sag ich da. Cool war diese Rolltreppe, also ohne Treppe, also wie ein Laufband, so heißts aber offiziell nicht… Ok Google sagt es heißt Fahrsteig (ja eh klar) also dieses Förderband für Menschen, ihr wisst was ich meine – dieses welches die Besucher an den richtig großen Glunkern und Kronen vorbeikutschiert damit auch ja keiner zu lange stehen bleibt. Ja ja, so viel Gold kann einem schon zu Kopfe steigen oder die Sicht vernebeln. Fotos waren leider keine erlaubt… Ach ja die dort ausgestellten Exponate sind übrigens nur ein Teil vom königlichen Goldreichtum und die Britischen Kronjuwelen gelten als die wertvollste Sammlung von Diamanten und Juwelen. So erstmal frische Luft schnappen, so viel Gold ist ja gar nicht auszuhalten.

Wir gehen weiter und erklimmen „The Shard“. Wie der Name schon sagt ähnelt der Wolkenkratzer einer Glasscherbe. 2013 fertiggestellt ist er nach wie vor, der höchste Wolkenkratzer der EU. Zumindest so lange Großbritannien noch vorhat in der EU zu bleiben. Die höchste Etage befindet sich auf 243 m und der Ausblick auf London kann sich von hier schon sehen lassen.

So nun aber weiter und auf geht’s zur Tower Bridge. So eine richtige Erwartung hatten wir nicht, man kennt es ja von Bildern und naja – wir wollen mal sehen. Dort angekommen kann ich jetzt zurückblickend sagen, ist es wohl die Sehenswürdigkeit die uns am meisten begeistert hat. Da steht sie einfach, viel viel viel größer als gedacht, irgendwie total wuchtig und doch fügt sie sich so perfekt und geschmeidig ins Bild der Stadt, dass man nicht anders kann als dazustehen und zu staunen und sie zu mögen. Ich sehe die Tower Bridge und ich mag sie auf Anhieb. Es ist ein Ort der uns irgendwie sofort gefällt. Auch die Tour durch die Tower Bridge kann ich nur empfehlen, vor allem die Glasplatten in 36 m Höhe. Echt atemberaubend. Die alte Dame wurde bereits 1894 im neugotischen Stil erbaut und dient als Klappbrücke, sie verbindet die Stadtbezirke Tower Hamlets und London Borough of Southwark. Ein tolles und beeindruckendes Bauwerk!

Nach der Tower Bridge machten wir uns dann mal auf den Weg zur „London Bridge Experience„, die sich welch Überraschung, direkt unter der London Bridge befindet. Wir wussten so gar nicht was uns dort erwarten wird. Also nicht lange überlegen und rein ins schaurige Vergnügen. Die Führung teilte sich in zwei Teile, der etwas gruselige Teil in dem man die verschiedenen Jahrhunderte der London Bridge erlebt und Teil 2 (welchen man auch vorher schon verlassen darf wenn man nicht Horror erprobt ist). Teil 2 ist dargestellt von „The Tombs“ hier geht dann der richtige Horror erst los. Um 1600 war die London Bridge fast vollständig mit Wohnhäusern bebaut und zu dieser Zeit wurden die Köpfe von sämtlichen Verrätern auf Holzstangen aufgespießt um sie dem Londoner Volk zu zeigen. Laut Wikipedia zählte ein deutscher Reisender 1595 über dreißig Köpfe auf der Brücke. Äh ja… Zweimal gab es auf dieser Brücke bereits riesige Brände bei denen unzählige Menschen ums Leben kamen. So zuerst 1212/13 da zu dieser Zeit fast alles Häuserkonstruktionen aus Holz bestanden und noch einmal im Jahr 1633 als das restliche nördliche Drittel verbrannte. Ganz schön traurig die Geschichte der London Bridge. Ende des 1800 Jahrhunderts wurde die fast 600 Jahre alte Brücke dann vollständig erneuert, da sie starkt baufällig war. Ich muss nicht erwähnen, dass ich die London Bridge Experience gerne vor dem Horrorteil verlassen hätte, aber mein Mann hat mich natürlich überredet… So marschierten wir nun mit ca. 8 anderen Personen durch das Zombielabyrinth und nach ungefähr 20 Minuten Dauer-Schockmomenten hatte ich keine Stimme mehr und mein Mann dafür fast einen Hörschaden… Aber es war echt stark und wir würden uns das Spektakel jederzeit wieder anschauen!

Danach gings weiter zur St. Pauls Cathedrale. Eine beeindruckende Kirche mit einer unfassbar schönen Kuppel, die man gerne noch länger genießen und betrachten möchte, würde man nicht fiese Nackenschmerzen bekommen. Die Kirche wurde 1666 im Stile des klassizistischen Barocks errichtet.

Das Abendessen ließen wir uns dann bei Jamie Oliver Italian schmecken. Tolle, leckere, einfache Gerichte zu einem für London fairen Preis. Leider musste ich heute lesen, dass die Italian Lokale von Jamie Oliver Insolvenz anmelden mussten. Das tut mir leid, vor allem für das Service Personal, denn wir wurden unglaublich herzlich bedient und fühlten uns als Gast sehr wohl dort.

Am Abend wollten wir es dann nochmal wissen und stolperten in die nächste Bar. Dort standen tolle Cocktails auf der Karte und gute Musik lief obendrein also nichts wie los. Nach Bestellung unserer beiden Drinks mussten wir feststellen, dass die beiden Damen hinter der Bar ungefähr soviel Ahnung vom Cocktail mischen haben wie ich vom Reifen wechseln und so musste Dame A der netten Dame B aus der Karte vorlesen was denn nun in diesen Cocktail alles rein soll. Dame A dachte sich dann, shaky shaky und 1 Tonne crushed Ice wirken Wunder und Tadaaaa fertig war der Cocktail. Es schmeckte gar nicht mal so schlecht auch wenn bei mir der H2O Anteil deutlich überwog – aber hey man soll ja schließlich viel viel Wasser trinken. Hält ja bekanntlich jung und gesund. Mein Highlight in dieser Bar war allerdings der Barkeeper, der mir wohl zugesehen hat als ich mir meinen halben Cocktail über die Hose gekippt hab und sofort mit einer Rolle Küchenpapier herbei geeilt kam. Das nenn ich mal einen aufmerksamen Mann. 😉

Der nächste Morgen führte uns dann direkt nach Camden in den London Zoo. Erstmal mussten wir 20 Minuten suchen um den Haupteingang zu finden aber gut. Der Zoo an sich ist ganz nett aber unter dem Zoo von London hatten wir uns doch irgendwie was in einer anderen Dimension vorgestellt. Also versteht mich nicht falsch, die Tiere haben wunderschöne Gehege, sehr naturbelassen und mit wirklich viel Auslauf und Platz aber der Zoo wirkt etwas in die Jahre gekommen.
2011 beherbergte der Zoo 18.499 Tiere aus 752 Arten und auch eine Ameisenkolonie mit ca. 10.000 Ameisen. Er liegt nördlich am Regents Park und er gehört wohl mit demWhipsnade Zoo in Bedfordshire zusammen, wo man dann auch die größeren Tiere wie Elefanten und Nashörner finden kann.

Aber nichts desto trotz hab ich mich ins Reptilienhaus getraut (und wer mich kennt weiß wie viel Überwindung mich das kostete, bin ich doch so gar kein Freund von den ganzen pelzlosen Erdenbewohnern). Aber da musste ich rein, denn dort wurde die weltberühmte Szene aus dem ersten Harry Potter Teil gedreht, in der Harry durch Zauberei die Schlange aus ihrem Terrarium befreit. Ich kann ja kein Parsel, macht ja auch nichts ich möchte mich auch eher ungern mit Schlangen unterhalten und an diesem Tag wurde auch keine Schlange befreit, Gott sei Dank…

Mittags gab es ganz klassisch Fish and Chips im „Poppies„. Eine total coole Restaurantkette im Stil der 50er Jahre. Danach chillten wir noch ein bisschen am Trafalgar Square, lauschten den Straßenmusikern und beobachteten ein bisschen die Leute. Ein schönes Hobby übrigens – Leute beobachten… Am Trafalgar Square steht übrigens die kleinste Polizeistation Londons. So klein, dass genau ein Polizist reinpasste. Damals gab es häufig Demonstrationen an diesem Platz und so konnte der diensthabende Polizist schnellstens eingreifen, wenn etwas aus dem Ruder lief. Sein Telefon war direkt mit Einsatzzentrale in Scotland Yard verbunden. Heute sitzt da niemand mehr drin und das kleine Häuschen dient als Lager der städtischen Reinigung.

Zu guter Letzt besichtigten wir dann noch die Westminster Abbey. Ja ich hab mich so drauf gefreut, aber irgendwie musste ich feststellen, dass mir die Kirche innen nicht so richtig gut gefallen hat. Natürlich imposant war das Grab von Isaac Newton der dort auch begraben liegt. Aber irgendwie besteht die ganze Kirche nur aus Gräbern die dort alle kreuz und quer stehen und so richtig gecatched hat sie mich nicht. Ich meine gut, dort werden traditionell alle Könige und Königinnen gekrönt und beigesetzt, da kommt dann auf die Zeit schon was zusammen. Es sind bereits 102 Mitglieder der königlichen Familie dort begraben und da sind noch keine Größen wie Charles Dickens, Charles Darwin und Stephen Hawking mitgezählt. Deshalb werden seit 1911 zunehmend nur mehr Urnen dort bestattet. Die große Überraschung sollte aber noch kommen. Denn wie es der Zufall möchte sind wir dann durch die Außengänge geschlendert (unter anderem auf der Suche nach dem WC) und was sehen wir da? Ja da sah es aus wie in Hogwarts! Wahhhh wie schön war das denn?

Auf dem Rückweg ins Hotel spazierten wir noch durch den „Neils Yard“, ähnlich wie beim Kingly Court eine kleine versteckte Ecke mitten in London. Einmal abgebogen steht man in einer kleinen bunten Oase, keine Hektik, einfach Ruhe und Zeit zum Durchatmen.

An diesem Abend fuhren mit der Underground nochmal zur Tower Bridge, einfach weil wir nochmal hinwollten. Wir wollten ihr nochmal einen Besuch abstatten und nochmal drüber laufen. Und wir wollten ihr natürlich noch Goodbye sagen, denn am nächsten Tag ging es nach Hause. An diesem Abend sind wir einfach an der Themse entlang gegangen, haben die Stimmung, den letzten Abend im schönen London genossen. Denn für uns ging an diesem Abend wundervoller Städtetrip zu Ende. Geprägt von unzähligen Eindrücken, magischen Momenten und leckerem Essen. Gut, hätten wir gewusst, dass uns unsere Fluggesellschaft am Abflugtag mit über 2 Stunden Verspätung beehrt, wir im stehenden Flugzeug festsitzen, wir ans falsche Gate geschickt werden, man uns dann nicht starten lässt und dann noch ein Kofffer an Bord ist, der irgendwie niemandem so richtig gehören wollte… Tja da haben wir dann doch in Betracht gezogen, ob die Reise mit dem Feuerblitz nicht doch zu überlegen wäre… 😀

In diesem Sinne, bis bald

Eure Steffi

von Bloggystyle

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