Vom „Schein“ zum „Sein“ und wie wichtig das Zuhause deiner Seele ist…“

Manchmal ändern sich Dinge, einfach so.

Manchmal ändern sich Menschen, einfach so.

Und manchmal ändert sich nichts von alledem, alles ist und war so wie es vorher schon war, aber unsere Sichtweise auf die Menschen und die Dinge, die ändert sich. Unser Blickwinkel ist plötzlich ein anderer, alles rutscht in ein anderes, vielleicht sogar ins richtige Licht?!

Ich denke diesbezüglich gerne an das Lied von Christina Stürmer…

„Mal fühlst du dich als Fremder
Am schönsten Ort der Welt
Mal bist du einfach glücklich
Wenn nur der Regen fällt

Die Zeit nimmt weiter ihren Lauf
Sie zieht dich runter, zieht dich rauf
Aber woran wirst du dich erinnern?“

„Woran wirst Du Dich erinnern?“

„Und dann schaust du zurück, zurück
Auf die Schatten und das Glück
Wir haben nicht ewig Zeit
Sag mir was wirklich bleibt.“

Irgendetwas gibt immer den Impuls hellhörig zu werden, unser Körper sendet uns die notwendigen Signale, wenn uns etwas zu viel, zu unangenehm, zu einnehmend wird… Ich finde es immer wieder faszinierend was Körper und Seele leisten können, zu was wir im Stande sind auszuhalten… Wir betrachten es viel zu oft als selbstverständlich und dabei grenzt es doch an ein Wunder was Körper und Seele an Kraft und Widerstand aufbringen können um uns vor negativen Energien zu beschützen. Ich denke oft darüber nach, was man sich „früher“ alles hat gefallen lassen, was man einfach geschluckt und hingenommen hat… Man dachte der Weg des geringsten Widerstandes wäre vielleicht auch der gesündeste… So ist es aber nun mal nicht.

Nein, je älter ich werde umso öfter gelingt es mir in mich reinzuhören, ganz genau hinzuhören und Situationen und Menschen mit etwas Abstand zu betrachten. Was bereichert mich und uns und was oder wer tut uns vielleicht einfach nicht oder nicht mehr gut? Kritisch zu hinterfragen, mich selbst mit etwas Abstand wahrzunehmen und vor allem 100 prozentige Ehrlichkeit mir gegenüber helfen dabei die Dinge ehrlich anzusprechen und den Wahrheiten ins Auge zu blicken. Ich habe gelernt, dass es für mein Seelenwohl ganz einfach besser ist, die Wahrheit in allen Belangen zu sagen, ich habe gelernt, dass ich auf meinen Körper und das Zuhause meiner Seele achten muss… Mein Körper achtet so sorgfältig auf mich, ich finde ich bin es ihm schuldig. Und wenn er mir Alarm schlägt und mir fast entgegenschreien möchte, dass ihm etwas nicht guttut, dann ist es höchste Zeit innezuhalten und zu reagieren… Sei es im privaten Umfeld oder in der Arbeitswelt. Auch wenn es bedeutet mich von Menschen und Dingen distanzieren zu müssen, Dinge radikal ändern zu müssen, knallharte Wahrheiten aussprechen zu müssen… Es bedeutet vielleicht auch dazu zu stehen, dass sich meine Ansichten und meine Meinung geändert haben, weil Informationen hinzugekommen oder Situationen dazu beitragen haben. Ich weiß das klingt hart, es ist auch hart Menschen die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, gerade Menschen, die dir nicht so vertraut sind oder nicht zu deiner Familie gehören aber dennoch, es ist vielleicht hart aber wenigstens fair… Alles was wir in unserem Leben durchlebt und erfahren haben macht uns zu diesen Individuen die wir sind. Gehässigkeiten, Undankbarkeit, Trauer, Leid, Krankheit, Angst und Schmerz lassen uns in manchen Situationen vielleicht härter werden und kalt erscheinen, aber zu guter Letzt ist es am Ende des Tages doch immer nur ein Selbstschutz. Ein Selbstschutz, weil wir mit unseren feinen Antennen vielleicht negative Energien aufgespürt haben und sie durch unsere Reaktion von uns abwenden wollten? Viel zu oft musste man die Erfahrung machen, dass für manche Menschen vieles „selbstverständlich“ ist, viel zu oft wurde man auf welchem Weg auch immer ausgenutzt, für doof verkauft oder Menschen gingen einfach über Dein Wohl hinweg, weil sie Ihren eigenen Weg verfolgt haben und es bequem so war…

Es sind eben Erfahrungen, Erfahrungen die wir machen müssen und die uns im Leben nur weiterhelfen werden. Sie werden uns helfen vorsichtiger zu sein, sensibler zu beobachten was um uns herum geschieht, wie Menschen in unserem Umfeld agieren und reagieren, schneller die Zeichen zu erkennen…. Jede Erfahrung ist ein Geschenk! Bei aller Ehrlichkeit müssen wir natürlich bedenken, dass man keinen unserer Mitmenschen verletzten möchte. Ich gebe zu, die Wahrheit ist manchmal unausweichlich verletzend, aber man kann Dinge immer mit einer gewissen Vorsicht sagen und dem anderen zutragen, die Message muss klar zu verstehen sein aber sie muss keine Spur der Verwüstung hinterlassen…

Ich weiß heute, dass ich für meinen Mann und unser geliebtes Fellkind durch alle Feuer dieser Erde gehen würde und dass wir für unsere Familie einstehen werden, egal was oder wer kommt. Und ich weiß, dass wir Dinge tun müssen, die uns glücklich machen, so lange wir das können, dass wir Menschen treffen müssen die unserer Seele guttun, dass wir ehrlich sein dürfen, wenn es Andere nicht mehr tun, und dass die Zeit mit unseren allerliebsten Menschen und Seelentieren das wertvollste und wichtigste Geschenk ist das man uns schenken konnte. Ich bin so dankbar, dass uns jeden neuen Tag der Moment geschenkt wird, in dem wir aufwachen dürfen, die ersten Atemzüge des neuen Tages atmen dürfen. Der Moment wo dein Mann neben dir selig schläft, uns unser Toby hingebungsvoll das Gesicht ableckt als guten Morgen Kuss, die erste heiße Tasse Kaffee früh am Morgen, der wunderschöne Sonnenaufgang, wenn ich morgens in die Arbeit fahre, ein warmes Essen abends auf dem Tisch… Unser Zuhause, dass mir so viel Sicherheit und Wohlbefinden schenkt… Menschen die ich liebe um mich herum – ein Geschenk, das mit nichts auf der Welt aufzuwiegen ist…

In diesem Sinne,

sei dankbar, zufrieden und glücklich, Du hast alles was es zum Glücklichsein braucht!

 

Tante Bloggystyle

 

„Ich fühle was, was Du nicht fühlst…“

„Ich fühle was, was Du nicht fühlst…“

Aus der eigenen Erfahrung heraus beschäftigt mich seit geraumer Zeit wieder die Frage:
Warum sind manche Menschen so wie sie sind… ?
Ich meine damit, ich habe

in meinem Leben schon so viele verschiedene Menschentypen kennengelernt und mir ist auch zweifelsohne bewusst, dass wir uns alle weiterentwickeln, anders entwickeln, verändern… das ist auch wichtig und richtig – sofern es in die richtige Richtung geht!
Aber versteht mich nicht falsch, was um Himmels Willen ist mit manchen Mitmenschen nur passiert und wohin genau haben die eine Abzweigung genommen? Also, dass sich jeder von uns mal irgendwie und irgendwann daneben benimmt oder benommen hat ist ja völlig klar, aber es gibt Personen die verfolgen diesen Weg des „Ich benehme mich wie ein Volltroll und fühle mich auch noch gut dabei“ sehr konsequent und zielstrebig. Also bewundernswert zielstrebig…
Ich habe schon in meiner allerfrühesten Schulzeit mit anderen Kindern diese Erfahrung gemacht. Also ja ich habe mich nie getraut laut, sehr selbstbewusst oder gar vorlaut zu sein und genau das wurde mir in der Grundschulzeit zum Verhängnis. Manch einer kennt das Gefühl vielleicht, wie schmerzhaft es sein kann wenn man einfach nicht „gemocht“ wird, wenn man nicht mitspielen darf, wenn niemand dein „Freund“ sein will, wenn Du immer übrig bleibst im Sportunterricht, weil Dich niemand im Team haben möchte… Wenn du in der Pause versuchst dich beliebt zu machen, weil du Tic Tacs verschenkst… weil du hoffst, du könntest dadurch an Sympathie gewinnen… ja ihr habt schon richtig gelesen… Ob das traurig ist? Ist es, und noch trauriger ist es, weil es immer die vermeintlich „Starken“ sind, die der Meinung sind ihnen gehört die Welt und die kleinen Schwächeren runterdrücken, hänseln, ausgrenzen… nur um sich selbst dadurch besser zu fühlen! Das ist ein Thema das ging und geht mir ganz schön nah und es hat meine Schulzeit deutlicher geprägt als ich es mir eingestehen wollte. Ich habe das Thema lange verbannt und als gegeben und vergangen betrachtet… Heute weiß ich, für mich war es zwar ein Horror der über Jahre ging, aber ehrlich gesagt, es sind doch diejenigen, die so gehässig und böse waren die uns leidtun sollten. Denn ist es nicht traurig, wenn sich Menschen über andere stellen um sich selbst aufzuwerten? Ich wusste damals wie heute, dass sich solche Zeiten nur mit sehr viel Rückhalt aus der Familie durchstehen lassen und alleine dafür bin ich meinen Eltern auf immer dankbar…
Dann war ich der Meinung, es ist ein Phänomen, welches vielleicht nur bei Kindern und Jugendlichen auftritt… Ist es nicht… Nein, auch unter den Erwachsenen gibt es diese seltsamen Exemplare, die man lieber gehen als kommen sieht. Da wird gehetzt, gelästert, sich über den anderen gestellt… Warum? Ich weiß ja nicht, oft habe ich mir schon die Frage gestellt, liegt es vielleicht an mir selbst? Wirke ich vielleicht unsympathisch, abweisend oder wirke ich gar überheblich, arrogant, habe ich etwas an mir, dass andere Menschen zu Antimenschen werden lässt? Ist es meine manchmal etwas schüchterne Art, die Menschen dazu verleitet mich abzustempeln ohne ein zweites Mal hinzuschauen? Ist es so verwerflich, dass es Menschen gibt die erst ein bisschen antauen müssen ehe sie sich trauen mehr zu zeigen? Ich hoffe doch nicht, sicher bin ich mir aber auch nicht… Ich versuche schon immer meine Mitmenschen so zu behandeln, wie ich mir auch so sehnlichst gewünscht hätte, dass man mich behandelt… ist das so schwer? Ein liebenswürdiger Mensch zu sein tut doch nicht weh? Ich stelle mir immer wieder die Frage, was passiert in einem Menschen, der über andere hinwegtrampelt, der es in Kauf nimmt andere zu verletzen, sich dabei vielleicht sogar gut fühlt, den es den Tag erhellt jemand anderen eins ausgewischt zu haben… Ich finde keine Antworten, keine die mich glücklich machen, keine die mich schlauer machen, keine die es mich verstehen lassen. Hm… vielleicht ist es eine eigene Unsicherheit die manch einen dazu veranlasst einen Rundumschlag auszuteilen, erst mal egal wen es trifft, Hauptsache nicht mich… Vielleicht… Vielleicht sind es aber auch ganz einfach Egoisten wie Gott sie schuf, durch und durch, denen das Wohl der Mitmenschen glattweg am Arsch vorbeigeht… Klingt doof, ist es auch! Mein Mann sagt mir so oft, ich soll aufhören darüber nachzudenken, du wirst sie nicht ändern, sie sind es nicht wert, zieh Deine eigenen Konsequenzen daraus… Er hat Recht, er kann mir in diesen Situationen den Rückhalt und den Schutz geben, mir helfen, dass mich Gemeinheiten nicht vollends aus der Spur werfen und ich bewundere ihn so oft für seine klare Sicht auf die Dinge…
Was bleibt uns?
Uns bleibt es uns auf die Menschen zu konzentrieren die nicht so ticken. Wir werden sie sehr schnell erkennen, denn sie werden uns nicht bei der erstbesten Gelegenheit wehtun, nein sie werden uns guttun. Auf diese Menschen müssen wir unseren Fokus lenken, sie sind es, die es wert sind einen zweiten und einen dritten Blick zu wagen. Es sind die Menschen, ich nenne sie Herzmenschen, bei denen man merkt, dass man mit Herz und Seele irgendwo auf einer Wellenlänge surft und die sich in unserer Gegenwart einfach richtig anfühlen. Es sind Menschen, bei denen wir merken werden, dass es sich lohnt Zeit zu investieren, Zeit mit Ihnen zu verbringen, bei denen sich Gespräche wie Balsam und nicht wie Seitenhiebe anfühlen, die uns so nehmen wie wir sind, weil sie mit sich selbst im Reinen sind. Wenn wir zu uns selbst „gut“ sein können, können wir es auch zu unseren Mitmenschen und nur so wird es ein schönes, ein stimmiges, ein ehrliches Miteinander. Ein Miteinander, dass es uns erlaubt auch etwas tiefer in den anderen zu schauen. Ein Miteinander in dem man sich zeigen darf wie man ist, mit all seinen Schwächen, seinen verrückten Anwandlungen, seinem Ich, ohne dafür gestraft, missachtet oder ausgebuht zu werden.
Herzmenschen… wenn wir sie kennenlernen müssen wir sie festhalten…
Von den anderen gibt es ja leider genug und man kommt nicht drum herum sie anzutreffen, deshalb können wir ihnen nur entgegentreten, unbewaffnet, ungeschminkt, ehrlich, so wie wir sind und hoffen, dass sie vielleicht auch irgendwann eine Abzweigung nehmen werden, die Ihnen guttut…

In diesem Sinne, sei dankbar, zufrieden und glücklich. Wir haben alles was es zum glücklich sein braucht!

Danke für eure Zeit,

Eure Tante Bloggystyle

 

Weil das Wir ohne ein Es auch schön ist… oder wie 3 Chaoten zusammen das Leben rocken!

(weil der Weg als kinderloses Paar das Ziel ist und was passiert, wenn das Fellkind zum Pubertierchen wird)

Es ist Zeit vergangen. Zeit in der so vieles geschehen, Schlimmes auf uns eingeprasselt und sich dennoch alles irgendwie zurechtgerückt hat…
2018… es begann für uns schon im Januar mit einem Schock. Mein Papa hatte einen Herzstillstand, er musste reanimiert werden, lag im künstlichen Koma und er hatte wohl nicht nur einen Schutzengel in Form eines Arztes im Restaurant der sofort zu Hilfe kam und blitzschnell und bestmöglichst reagiert hat. Nein auch der Inhaber des Restaurants Chaplin in Regensburg hat geistesgegenwärtig reagiert und sein Bestes dazu beigetragen… so wie noch einige andere Helfer, wie uns erzählt wurde. (Wir waren selbst nicht vor Ort)
Er hat gekämpft wie ein Löwe und er hat sich zurückgekämpft ins Leben… Dieses Leben, welches doch immer wieder die verrücktesten Momente für uns bereithält.
Wir haben in dieser Zeit Erfahrungen gemacht auf einer Intensivstation die für mich die Dinge in ein völlig neues Licht gerückt haben. Wir haben in der ganzen Zeit nicht einmal einen „weißen Kittel“ vorbeihetzen, unter Zeitdruck oder ungeduldig erlebt. Nein wir haben in unserer Universitätsklinik in Regensburg auf der Intensivstation 93 für uns echte „Helden“ kennengelernt. Ich muss hier mal ganz klar ausdrücken, dass wir es kaum glauben konnten mit welch einer Ruhe und Seelsorge wir dort als Angehörige empfangen und betreut wurden. Und diese Ruhe und Geduld hatten diese Menschen jeden einzelnen Tag mit uns und auch mit allen anderen Menschen, die das Schicksal und den Schmerz mit uns teilten. Sie hatten jederzeit ein offenes Ohr für unsere Sorgen und unsere Fragen, sie haben uns wirklich alles bis ins kleinste Detail erklärt und das bei Bedarf auch immer wieder. Wir haben uns, auch wenn das jetzt seltsam klingen mag, wohl gefühlt dort. Wir haben uns aufgehoben und verstanden gefühlt, denn für uns stand die Welt still, die sich dort draußen so unbarmherzig und unaufhaltsam weitergedreht hat. Deine Mama zu sehen, am Boden zerstört vor Sorge und Angst um ihren liebsten Menschen, das bricht dir als Kind fast das Herz. Mein Mann hat uns in dieser Zeit aufgefangen, er hat alles organisiert, er war unser Dreh- und Angelpunkt. Er hat mir so viel Liebe, Stärke und Kraft gegeben und er hat mich so stolz gemacht, dass Er der Mann an meiner Seite ist. Und wie es eben immer ist, in diesen Zeiten erscheinen Menschen an Deiner Seite, manche verschwinden ganz einfach sehr, sehr leise von der Bildfläche. Das tut wahrlich weh, sehr weh sogar, aber dafür tun sich andere, neue Verbindungen auf. Verbindungen die einen anderen, neuen, wunderbaren Wert haben, die sich vertiefen und die Balsam für die Seele sind. Menschen die unseren Weg innig begleiten, mit uns fühlen, mit uns weinen, mit uns lachen… Freunde!

Und dort, auf unseren Warte-Stühlen am Gang, am Bett meines Papas, zwischen all den Pflegekräften und Ärzten, dort waren wir entschleunigt, geschützt und behütet und wir fühlten uns so verstanden und in Watte gepackt, was der Seele ganz einfach gut getan hat. Dort waren Menschen, die mit ihrem Humor, ihrem unaufhörlichem Optimismus, ihrer Empathie für unsere Situation und ihrem medizischen Know-How unsere Tage etwas heller und unser Befinden erträglich gemacht haben.
Ihr habt uns gefangen als wir im beängstigenden freien Fall Richtung Unten waren und dafür möchte ich Euch meinen allerherzlichsten Dank, meinen tiefsten Respekt und meine größte Bewunderung aussprechen. Und ich möchte das nochmal ganz deutlich machen, dass es eben nicht selbstverständlich ist, auf einer Station zwischen Leben und Tod, zwischen Hektik und Handeln noch diese intensive Zeit und diese liebevollen Worte für die Angehörigen zu finden. Ihr habt menschlich und medizinisch eine großartige Arbeit geleistet und wenn ich heute meinen Papa anschaue, wenn er quietschfidel den Rasen mäht, mit den Nachbarn am Gartenzaun quatscht, sich an seinem Fell-Enkelkind erfreut und sich in besten gesundheitlichem Zustand befindet, dann können wir nur DANKE sagen!

Ja die Welt hat sich weitergedreht. Auch für uns… Das Thema „Leben ohne Kind“ ist nach wie vor da, Freunde, Bekannte, Kollegen… alle bekommen Kinder. Gerade dieses Jahr ist es irgendwie wie verhext oder soll ich sagen doch eigentlich ganz normal? Da bleibt es nicht aus und es muss mal wieder dringend sein… Man muss sich seine Gedanken machen… also ließ ich mal wieder meinen Gedankenzirkus losziehen. Tut es weh wenn andere Kinder bekommen? Ich bin mir tatsächlich nicht ganz sicher. Nein wenn wir nicht näher darüber nachdenken, denn es ist eben alles wie es ist und es ist gut so, aber ja wenn wir uns bewusst in diese Spirale ziehen lassen, dann kann man sich in einen „Schmerz“ hineinfühlen… Die Frage ist: Möchten wir das? Manchmal vielleicht schon? Manchmal wollen wir uns doch fragen, Warum Wir?, Was haben wir verbrochen?, Wären wir keine guten Eltern?, Warum bleibt uns das große Elternglück verwehrt?, Warum, Warum, Warum…
Aber haben wir nicht festgestellt, dass es uns in dieser Abwärtsspirale nicht gefällt, war sie nicht ungemütlich, karg, farblos, nichts woran man länger festhalten möchte?
Also ist es doch viel wichtiger sich über die fabelhaften, bezaubernden, weltverändernden Momente zu freuen, die uns das Leben schenkt.
Momente, Erfahrungen, Freuden die einzig und ganz alleine für uns kinderlose Paare bestimmt sind! Es ist doch immer so, man möchte gerne das was man nicht hat, so denke ich ist es oft im Vergleich von Eltern und kinderlosen Paaren. Und das es schön ist Kinder zu haben möchte ich auch gar nicht in Frage stellen, aber (es werden die meisten Eltern nicht zugeben wollen) das Leben vor den Kindern, das Leben mit dem Partner, die Zweisamkeit, Zeit für noch mehr Zweisamkeit ;-), die Freiheit sich zusammen wie Teenies zu fühlen, sich zusammen Donnerstag Abend ein Kygo Konzert reinzuziehen, die Urlaube außerhalb von Ferien und Kinderhotels, die Orte an die man mit Kind und Kegel einfach nicht reisen kann… Ja das ist auch beneidenswert! Das Leben frei von Windeln, Fläschchen, Schreiattacken, Kinderkrankheiten, Druck schon im Krabbelalter, Druck im Kindergarten, Druck in der Schule, Druck was macht mein Kind später, was wird aus ihm… Das Leben frei davon ist auch schön, und es nicht einfach nur schön, weil das andere nicht sein soll, sondern es ist schön, weil es genauso genussvoll, lebenswert, vollgepackt mit Liebe und Zuneigung ist als mit Kind. Ich denke das Thema „ungewollt kinderlos“ hat in der heutigen Zeit einen großen Stellenwert eingenommen und es muss uns klar werden, wir Paare ohne Kinder sind genauso zu beneiden wie die Paare mit Kind. Ich habe schon oft von Müttern gehört, dass sie das große Glück erst mit Geburt ihres Kindes empfinden können… steinigt mich, aber ich finde und fand solche Aussagen schon immer etwas traurig. Ein Kind kann doch nicht das einzige sein, das mich Glück empfinden lässt oder sehe ich da etwas falsch? Ja ich weiß, ich kann ja gar nicht mitreden, aber ups ich rede eben doch mit, denn ich kann Glück sehr gut empfinden, ganz einfach wenn mich mein Mann in seine Arme schließt, wir zusammen in der Badewanne liegen, wenn wir ein Gläschen Wein zu einem sensationell leckerem Abendessen genießen, bei einer entspannten Tasse Kaffee, wenn die Natur erwacht und wenn sie im Herbst ihr Aussehen verändert, die Wärme der Sonne auf meinen geschlossenen Augen, wenn es unseren Familien gut geht, wenn wir gesund sein dürfen, wenn sich unser Fellkind zu uns kuschelt und wir 3samkeit genießen, wenn ich beim Bouldern eine schwierige Route gerockt habe und nochmal mehr wenn mein Mann stolz wie Oskar auf mich ist…. hab ich was vergessen? Ja eine ganze Menge, denn ich kann in meinem Leben so viele kleine aber feine Glücksmomente ausmachen, die picke ich mir raus und fange sie ein, halte sie fest und genieße sie… Das geht ganz wunderbar ohne Kind.
Und ich finde schon ist das Leben nicht mehr nur schwarz und weiß und alles hat eben seine Vor- und Nachteile.. Alles hat seine wunderbare Zeit und seine Anstrengungen… Uns alle begleitet Glück, Trauer, Wut, Hoffnung…. alle Facetten des Lebens und wenn es für die einen von uns schwer ist, weil kleine süße Babys zur Welt kommen und die Welt so heile aussieht, möchten andere vielleicht tauschen, weil der Leistungsdruck unter den Eltern, in Schulen und Kindergärten zermürbend ist und so wird es immer ein Auf und Ab sein und bleiben und jede Seite ob kinderlos oder mit Kind ist auf seine Weise einzigartig, schön und lebenswert.

Lebenswert und definitiv wieder an der Zeit für ein Gläschen Wein am Abend ist es übrigens auch wenn das geliebte Fellkind in die Pubertät kommt. Alle haben es uns prophezeit und doch denkst du, nein bei uns kommts schon nicht so dicke… *hust* äh ja…
Unser Toby hat sich so nach 10 Monaten fröhlich durch die Welt tapsend gedacht, jetzt wirds mal Zeit für ein bisschen Spaß… Wir haben bis heute nicht herausgefunden für wen es spaßig wird aber egal… Gerade als wir dachten, Wow es klappt alles wie am Schnürchen, vom Abruf bis hin zum Freilauf, von Hundebegnungen bis Leinenführigkeit… Ach was waren es für erfolgreiche 2 Monate… Doch dann fand das Ganze mal schnell ein Ende… Von heute auf morgen konnten wir es nicht glauben und waren glatt der Meinung jemand hat unseren Toby ausgetauscht. Leinenführigkeit? Fehlanzeige… Es sei denn Toby führt uns an der Leine, das klappt super… Andere Rüden? Ja wie soll ich es jetzt nett beschreiben… Im Moment denkt sich unser Herzchen so ca. 100 m vorher… „Den kenn ich nicht, finde ihn aber erstmal grundsätzlich doof…“ Und während Toby an der Leine mit zarten 28 kg den Superrambo raushaut hängst du als Frauchen hinten dran mit hochrotem Kopf, schwitzend und hörst dich in Gedanken schon sagen: „Der ist normal ganz friedlich…“ schluckst es aber dann doch runter und überstehst die Situation – irgendwie… Obwohl du genau weißt, dass er nur deine eigene Unsicherheit wiedergibt fällt es manchmal so schwer sich innerlich zusammenzuraffen…  Bei den Mädels sieht die Sache schon ganz anders aus, da möchte man als attraktiver Junghund natürlich hin und zeigen was man so alles drauf hat… es ist ja auch zum dahinschmelzen… Er ist ein richtiger Charmeur wenn er will!
Aber wir wissen ja und haben gelernt, er kann eben manchmal nicht anders, wir lieben ihn natürlich deshalb genauso oder eigentlich doch noch viel mehr. Denn irgendwie ist es total schön zu sehen, wie sich der kleine Charakterkopf entwickelt und wie an manchen Tagen wegen Umbau geschlossen ist. Und dann sind da ja noch die kleinen Momente wo sich zeigt, was in unserem Schatz steckt und was aus der ganzen Entwicklung enstehen wird… nämlich ein Hund der einzigartig und wundervoll ist. Ein Hund der bisher noch fast jeden Menschen aus der Reserve gelockt hat und der Dir mit seinem Blick bis ganz hinein in die Seele schauen kann. Ein Hund der alles das aus uns herausholt zu was wir alleine niemals im Stande gewesen wären, ein Hund der uns mutig macht, der uns selbstbewusster werden lässt, der es uns lehrt was es heißt füreinander einzustehen und ein Hund der ganz einfach ein Geschenk des Himmels ist. Und auch wenn er uns oft an den Rand des Wahnsinns treibt und dann aber trotzdem nur von uns erwartet, dass wir gechillter werden und auch wenn er seine Doodleohren manchmal auf Durchzug stellt so weiß ich am Ende jeden Tages erneut, dass unsere Liebe zu ihm so groß ist, größer als ich es je beschreiben könnte… Und das er das Beste ist zu was wir uns in unserem Leben ohne Kind entscheiden konnten.  Wir sprechen mit unserem Fellkind und erklären ihm all die Dinge, alles was er noch nicht kennt, wir bedanken uns bei ihm und ja wir wissen einfach dass es funktioniert! Das durften wir Gott sei Dank auch 2018 lernen…  Achtung jetzt aber ganz klischeehaft… Er hat unsere Familie komplett gemacht! Klischee-Ende.
Ja so ist es, genauso, wir sind 3 Chaoten die das Leben rocken, komme was wolle, 3 Seelen die eine kleine chaotische Familie abgeben die man entweder sehr gerne in seinem Leben hat oder man möchte schreiend davon laufen… in diesem Fall, see how the rabbit runs!
Zeit nach vorne zu schauen, aber langsam voran zu gehen, der Weg ist das Ziel, denn den Weg zieren schöne Dinge die wir im vorbeijagen nicht sehen würden, lasst uns die Besonderheiten auch neben dem Weg entdecken… Machen wir die Augen auf für die kleinen und großen Glücksmomente und lassen wir sie rein… Lasst uns Platz schaffen für Gefühle, lasst uns lernen in uns reinzuhören und reinzufühlen dann werden wir für uns alle den richtigen Weg wählen…

In diesem Sinne sei dankbar, glücklich und zufrieden, wir haben alles was wir zum glücklich sein brauchen…

Danke für eure Zeit…
Eure Tante
BloggyStyle

Ein Jahr macht sich auf die Reise…

2017….

Und dann ist es auch schon wieder soweit und das Jahr neigt sich dem Ende zu. Was hatte 2017 nur so alles auf Lager für uns. Eines ist gewiss, langweilig wurde es ganz sicher nicht… Ein Jahr voller Emotionen und besonderen Momenten verabschiedet sich von uns. Ein Jahr, in dem Wir erfahren durften, was es bedeutet Verantwortung für ein kleines Lebewesen zu übernehmen, zu merken, da verlässt sich jemand voll und ganz auf uns. Wir sind gefragt, gefordert, ja oftmals überfragt und überfordert… Ganz normal eben, das Leben wie es lebt… Dennoch kann ich nach diesem Jahr bereits mit Fug und Recht für uns behaupten, es war die beste Entscheidung, nach dem harten Schlag der Ernüchterung bezüglich unseres Kinderwunsches uns für unseren kleinen Toby zu entscheiden. Eine jede Hundemama und ein jeder Hundepapa werden es verstehen können, was wir damit meinen. Manch andere vielleicht nicht, das müssen sie aber auch nicht. Denn ich habe in diesem Jahr gelernt, dass Wir, mein Mann und ich, mit unseren Entscheidungen glücklich sein müssen, kein anderer… Und das sind Wir! Ich habe außerdem gelernt wie hart es manchmal sein kann, wenn Dich das kleine Fellwunder in Frage stellt, Dich austestet bis an Deine Grenzen und Dir so knüppelhart einen Spiegel vor die Nase hält der nicht zögert und Dir Deine schwächsten Schwächen, deine Unsicherheit, deine Inkonsequenz und Deine Unklarheit zeigt… Ja das kann ganz schön ernüchternd sein und dennoch ist kaum etwas lehrreicher als solche Erfahrungen. Du fühlst Dich zerrissen zwischen Strenge und Zuneigung obwohl Du tief drin weißt, Du wirst den richtigen Weg schon finden. Denn die Zuneigung und die Liebe zu unserem kleinen Fellkind ist ja zweifellos immer da und so manches Mal verlangt er eben ganz deutlich nach Grenzen und Regeln… Für uns war und ist es ein Highlight in die Sprache der Hunde eintauchen zu dürfen, diese kleinen Fellwunder können uns so viel sagen, so viele Worte würde kein Duden der Welt hergeben… Wir durften mit unserem Seelentier in diesem Jahr bereits nach Österreich mit der Doodleoma den 60. feiern und nach Holland reisen und beides waren absolute Highlights für uns. Zu sehen wie viel Spaß man beim Buddeln am Strand haben kann hat schon etwas für sich… Der Doodle im Paradies!  Ein ganz besonderer und eigener Moment war für uns auch die Bescherung an Weihnachten. Unser kleiner Doodlemann hat so viele Geschenke bekommen. Unglaublich schön zu sehen, wie sehr er von unseren Eltern und Geschwistern gemocht und geliebt wird. Es scheint mir so oft so, als würden sie tatsächlich keinen Unterschied machen ob hier nun ein kleines Menschenkind oder eben unser kleines Fellkind sitzt… Das macht uns glücklich und dankbar… Es zeigt mir, es gibt auch andere Wege im Leben. Nicht alles muss nach Schema F laufen, ganz im Gegenteil, mutig auch mal den Weg zu verlassen macht Freude und es stärkt. Oftmals ist es neben den ausgetretenen Hauptwegen grüner, bunter und überraschend schön… Ihr wisst was ich meine… Manchmal denke ich mir, sind wir vielleicht auch wunderlich geworden, mein Mann und ich? Weil sich unser Leben viel um unseren Toby dreht? Ja bestimmt. Ich weiß, ich bin eine schlimme Helikoptermama und ich würde mir selbst auf den Zeiger gehen… Aber man kann eben schwer davon ablassen. Es ist halt doch wie mit einem Kind, es stellt sehr wohl eine Zerreißprobe für Freundschaften dar, aber ich finde, gute Freundschaften halten das aus. Es ist vielleicht auch mit uns nicht mehr so wie früher, denn ändern sich Dinge im Leben, ändert man sich eben auch selbst… ja wir sind von der Sorte, ist der Doodle dort nicht erlaubt, gehen wir auch nicht hin… Aber spontan zu Menschen fahren, 500km weit entfernt, die man eigentlich gar nicht kennt und zu merken – Geil, die sind genauso verrückt wie wir und wie passen wir A**** auf Eimer… ja das ist verrückt… aber wundervoll! Kam aber alles nur so, weil wir dieselbe Liebe für unsere Fellnasen teilen… thats life! Es kommt halt doch alles wie es kommen muss.

Gin, Gin und Kaffeezeit… Ja das hat mich selbst am allermeisten überrascht. Ich habe 2017 tatsächlich meine Hingabe zu Kaffee entdeckt. Über 25 Jahre habe ich keinen Schluck Kaffee getrunken, der Ekel war einfach viel zu groß und kaum wird man älter und weiser und steuert hilflos auf die 30 zu so kommt wohl dann auch der gute Geschmack… *räusper* Für einen richtig guten Espresso oder Cappuccino bin ich mittlerweile sehr dankbar und nehme auch gerne sämtliche Gelegenheiten war, wo sich mir so ein kleiner Genussmoment bieten könnte. Ebenso erging es mir mit Gin. Ja ich bin auch auf den Gin Geschmack gekommen. Was wohl die letzten Jahre der Whiskey war ist seit einiger Zeit wohl der Gin in der Gesellschaft. Habe auch da bereits meine heimlichen Favoriten entdeckt. Und wenn mein Schatz mir im Sommer einen Gin Tonic auf Eis serviert kann ich doch nicht nein sagen. Überhaupt sind mein Liebster und ich die absoluten Genussmenschen. Wir lieben es gemeinsam zu kochen und Neues zu probieren. Ein gutes Essen, ein toller Eintopf, ein leckeres Stück Fleisch, frisches und buntes Gemüse auf dem Teller… Ich denke schon ein leckeres Essen stimmt Herz, Geist und Seele warm und tut gut…

 

Und dann waren 2017 natürlich auch die dunklen Momente. Diese Momente, die man gar nicht haben möchte. Die möchte man eigentlich aus dem Kalender streichen, aber sie gehören nun mal dazu. Seien es Krankheiten, die uns immer wieder in Angst versetzen, Ärger oder Streit, Missverständnisse oder Uneinigkeiten… Ja und auch jene Seelen, die gegangen sind. Sie sind einfach gegangen, viel zu früh und ohne uns vorher etwas wissen zu lassen. Diese Momente, sie scheinen wie dunkle Flecken im sonst doch schönen 2017… Aber wie überall müssen eben auch die dunkelsten Wolken ziehen um danach irgendwann wieder Platz für die Sonne zu machen. Und das werden sie. Denn wie es so oft ist, manchmal finden sich Menschen nach den schlimmsten Schicksalsschlägen wieder zusammen… Die schönen Momente kann man gut alleine aushalten, aber wenn es dunkel und kalt und traurig wird, dann brauchen wir Freunde, die uns kräftig die Hände reichen und mit uns Hand in Hand durch diese schwere Zeit gehen. Auch diese Erfahrung hat unser Jahr 2017 geprägt… Und dennoch, wir geben nicht auf. Denn das Leben ist schön und es will gelebt werden. Und kommen auch dunkle Stunden, ich verliere den Glauben nicht daran, dass uns die hellen Sonnenstrahlen wieder ins Gesicht lachen werden… Lebe, lache, liebe…

Ein schönes, emotionales und bewegendes Jahr, es geht zu Ende und es ist an der Zeit Adieu zu sagen. Ich wünsche uns allen für das neue kommende Jahr 2018 allezeit gute Gesundheit, ein Häppchen Glück, weiterhin die Leidenschaft und die Liebe die in jedem von uns steckt, Gottes Segen wohin wir auch gehen, Dinge die unsere Herzen berühren, Lust und Freude an den genüsslichen Dingen des Lebens, jederzeit Zeit zu lächeln und herzhaft zu lachen und immerzu gute Seelen an unserer Seite, die uns gut tun, die uns schätzen und denen wir gut tun.

Macht es gut und vergesst nicht…

Sei dankbar, glücklich und zufrieden, Du hast alles was es zum glücklich sein braucht!

Herzlich

Eure Bloggystyle Tante

Wie 4 kleine Pfoten unser Leben veränderten…

Ich hatte ihn schon lange, so lange, dass ich sagen würde, sobald ich wusste was ein „WauWau“ ist… Sagen wir also, so lange ich denken kann. Ich kann mich erinnern, ich habe mir mein Leben lang einen Hund gewünscht. Nun hatten wir aber 18 Jahre lang eine wundervolle Katze. Eine kleine Diva wie aus dem Lehrbuch, die neben sich in ihrer Monarchie nie im Leben ein anderes Haustier geduldet hätte. Die Zeit war also irgendwie nicht reif und richtig dafür. Eine Zeit führte ich Hunde aus dem Tierheim Gassi. Es war eine intensive – sehr schöne und gleichermaßen auch traurige Zeit für mich. Wenn Dein Herz nun mal für die Tiere schlägt, ist es unglaublich schwer die Zwingertüre zu schließen und das alles zu vergessen. So wundervoll die Hunde dort waren, so ehrlich muss ich auch sein – wir wären als absolute Hundeanfänger mit einem Tierheimhund völlig überfordert gewesen.

Nun kommt im Leben eben alles, wie es kommen muss. Wie ihr ja bereits wisst, können wir keine eigenen Kinder bekommen und so kam es zu der Entscheidung, dass die Zeit JETZT reif ist für einen Hund. Wir suchten also das Internet einmal durch von Anfang bis Ende um die richtige Rasse für uns zu finden. Ja liebevoll soll er sein, gelehrig, freundlich, eine stattliche Größe darf er auch haben. Löckchen wären toll – sind aber kein Muss. Farbe ist egal. Aber einen Bubi hätten wir gerne. Ja da waren wir uns irgendwie sicher. Hm… so wurde es dann völlig überraschend ein Labradoodle. Im Nachhinein muss ich sagen, auch bezüglich der Menschen, die wir bisher über diesen Hund kennenlernen durften – war es die beste Entscheidung die wir treffen konnten.

Wir suchten uns also die Züchterin unseres Vertrauens und trafen sie im August 2016 mit den potenziellen Eltern Lilly und Max. Wir waren von Anfang an begeistert von den Beiden und von da an begann das Hoffen und Warten ob es denn Anfang November kleine Fellwunder geben wird.  Max, ein Australian Shephard Doodle der mitten in seiner Ausbildung zum Blindenführhund steckte und Lilly, eine spritzige und gleichermaßen freundliche Labradoodle Dame taten uns den Gefallen. Denn am 06. November 2016 tapsten 7 kleine Fellkinder in diese Welt. 6 bezaubernde Mädels und ein kleiner schwarzer Rüde der mit 485g um 14:20 Uhr auf die Welt kam… Dieser Eine, der sollte der unsere werden. Normalerweise werden die Welpen erst mit 6 Wochen an die neuen Hundebesitzer aufgeteilt, da unsere Züchterin aber wusste, dass wir gerne einen Burschi hätten, stand am 07.11.2016 fest – das ist Er. Als sie uns die aller aller ersten Bilder schickte waren wir hin und weg. Wir waren so gerührt und stolz und konnten es kaum glauben, dass schon in wenigen Wochen unser Hund bei uns einziehen wird.

Von da an könnt Ihr Euch sicher vorstellen begannen die Einkäufe. Wir besorgten alles was so ein kleines Fellkind eben braucht, es sollte ihm an nichts fehlen. Von Hundebettchen über Näpfe, von Decken über Leinen (ihr glaubt nicht wie stolz ich war als ich die erste eigene Hundeleine in den Händen hielt), von Bürsten über Spielsachen und Kuscheltieren, die Liste wäre endlos weiterzuführen. 🙂

Als die Kleinen 3 Wochen alt waren und die Äuglein langsam aufgingen durften wir das erste mal zu Besuch kommen. Wir mussten für eine Strecke von 60km gleich noch eine Pipi Pause einlegen, so aufgeregt war ich…

Und dann war es endlich so weit. Wir kamen in das Wohnzimmer und die Züchterin drückte uns ein kleines ca. 1 kg schweres, schwarzes Fellbündel in die Arme. Da war er also. Unser Toby. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Da hielten wir doch tatsächlich unseren kleinen Schatz in den Händen… Mit keinem Geld der Welt, wären diese Momente aufzuwiegen. Und als ich schrieb, es entschädigt

uns für das was wir selbst nicht haben können – da meinte ich das mit vollem Ernst und ich meine es heute mehr denn je. Denn vielleicht können es viele nicht verstehen, aber ja, er ist für uns wie ein eigenes Kind. Er gibt uns alles das was wir brauchen. Und wenn ich ganz ehrlich bin – gibt er uns noch viel mehr.

Wir fieberten also dem 01. Januar 2017 entgegen, denn da durften wir unseren kleinen Mann endlich abholen. Dann zog er endlich bei uns ein. Und es begann eine so unglaublich anstrengende und wundervolle Zeit. Mein Mann nahm sich extra 4 Wochen DoodleElternZeit und bewies so viel Herz, Nerven und Geduld in dieser Zeit. Er hatte zu der Zeit einen Welpen mit 9 Wochen der ausnahmslos jeden Teppich in unserer Wohnung als seinen Pipiplatz kürte und dazu eine filmreife Helikopter Doodlemama die sich um alles Sorgen machte und in dieser Zeit so unglaublich nah am Wasser gebaut war. Wir mussten einige Flaschen Wein in dieser Zeit leeren…  Eine Zeit voller Tränen und Sorgen, was wir wohl alles falsch machen könnten, voller Emotionen und voller Dankbarkeit und Hoffnung. Doch am Ende jeden Tages stand immer die Freude und diese riesengroße Liebe, die wir für dieses kleine Fellwunder empfinden. Wir taten unser Bestes und tun es auch jetzt noch um unserem kleinen Doodlejungen all das zu geben, was ihn glücklich macht.

Wir haben in diesen 10 Monaten über diesen Hund unglaublich tolle Menschen kennengelernt. Menschen, die denken und fühlen wie wir, die für Ihr Fellnäschen genauso empfinden und die wir menschlich ganz ganz besonders schätzen. Menschen mit denen wir auch über andere Ding als über Hunde sprechen können, manche davon wohnen leider viel viel viel zu weit weg und dennoch schaffen wir es, uns regelmäßig zu sehen. Einige davon konnten wir über unsere Hundeschule kennenlernen, die im Übrigen einen sagenhaft tollen Job macht. Andere wiederum wohnen in der Nachbarschaft, ja ihr habt richtig gelesen, und wir kannten uns vorher kaum…

Heute ist Toby 10 Monate alt und wir sind schon etwas entspannter geworden. Naja ich vielleicht nicht so ganz… Er ist ein unglaublicher Hund. Ich weiß, das sagen alle über ihren Hund und das ist auch ganz genau richtig und gut so. 🙂 Dennoch, er hat so ein unglaublich feines und freundliches Wesen, er war noch niemals einem anderen Tier oder einem Menschen nicht freundlich gesinnt. Er lernt so schnell und gerne. Aber was noch viel wichtiger ist. Er schenkt uns so viel Zuneigung. Er freut sich so sehr, wenn er uns sieht. Er vertraut auf uns und wir auf ihn. Wir sind einfach nur so unglaublich stolz, dass er bei uns ist. Und ja Hundeerziehung ist ein kleines Stück harte Arbeit. Aber dennoch, hat sich jede Sekunde, die wir in ihn bisher investiert haben schon tausendfach gelohnt. Das Gefühl, wenn er morgens zu uns ins Bett kommt und einfach unsere Nähe sucht und sich zu uns kuscheln will. Wenn er uns ansieht, mit diesem unbezahlbarem Blick, der einfach nur sagt: „Ihr seid meine Menschen, meine Familie, ich vertraue Euch mein Leben an, ich passe auf Euch auf und ihr lasst mich aber dafür niemals alleine?“ Tja was soll ich noch sagen, außer dass wir ihn lieben, wir lieben ihn wie wir ein Kind lieben würden. Und wenn wir sehen, wie er von unseren Eltern und Geschwistern und ihren Familien geliebt wird, dann schmelzen wir fast dahin. Denn es ist schön, dass sie uns als Familie so nehmen wie wir sind. Wir 3. Und ja wir sind eine kleine, aber feine Familie. Unser Bubi und Wir Beide…

In diesem Sinne…

Sei dankbar, zufrieden und glücklich. Du hast alles was es zum glücklich sein braucht.

Barcelona2017

Unfassbar traurig und deshalb aus gegebenem Anlass…

Barcelona2017

In welcher Welt leben Wir hier denn heute, im Hier und Jetzt? Warum? Wieso? Warum müssen unschuldige Menschen Ihr Leben lassen? Sie wollten sich eine schöne Zeit in einer schönen Stadt machen und hatten gerade vielleicht einfach einen schönen Moment, Freude am Leben, eine gute Zeit… Warum nimmt sich ein anderer Mensch das „Recht“ heraus ihr Leben so jäh und grausam zu beenden? Warum?

Ich bin gerade so unglaublich wütend, traurig und entsetzt… Es ist doch schrecklich was in den letzten Monaten, nein Jahren auf unserer Welt geschieht. Dieser Hass, der anhaltende Terror der in der letzten Zeit herrscht macht mich oftmals nur noch sprachlos…
Paris, Nizza, Berlin, u.v.m… und jetzt Barcelona… wo soll das alles denn noch hinführen?

Ich habe Angst, ich möchte nicht mehr in ein Stadion gehen, ich möchte auf kein Konzert mehr gehen, ich möchte nicht mehr in großen Menschenansammlungen stehen… Ich fürchte mich vor Ihnen, vor noch mehr Gewalt, Terror, Schmerz und Krieg. Und ja – ich falle leider genau in das Schema. Ich weiß, wir sollten es uns eben nicht gefallen lassen. Wir sollten trotzdem all die Dinge tun, die uns Freude und Spaß bereiten… Aber ich kann nicht. Ich kann es einfach nicht. Die Angst und die Panik, sie lassen mich dann einfach nicht los. An Tagen wie heute sage ich ihn manchmal zu meinem Mann. Diesen Satz, den man eigentlich nicht sagen möchte. Dieser Satz, genau diesen, den die doch hören wollen. “ Ich habe Angst…“ Und ich hasse es ihn sagen zu müssen… Bei mir haben Sie es leider dennoch geschafft. Ich zähle leider nicht zu den Menschen, die sich furchtlos in die erste Reihe stellen und sagen, ihr könnt mich mal… zu denen gehöre ich leider nicht… Ich wäre gerne wie Ihr, ich bewundere den Mut und ihr habt dafür meine allergrößte Hochachtung.

Und wenn es wieder einmal geschieht, so wie heute, dann empfinde ich so unglaublich viel Mitgefühl, Schmerz und Trauer. Für all die Menschen, denen so unsägliches Leid zugefügt wurde, Sie haben das einfach nicht und niemals verdient, Sie haben niemandem etwas getan. Für Ihre Angehörigen, die die schrecklichsten Stunden ihres Leben durchleiden. Für die Einsatzkräfte, die jedesmal vor Ort sind und dort Alles, ihr Bestes und noch mehr geben. Sie müssen in erster Reihe stehen und dieses schreckliche Leid und Elend mit ansehen… Ihr leistet Großartiges, Ihr seid die wahren und echten Helden in unserer heutigen Zeit. Damit meine ich Euch da draußen, alle Feuerwehrleute, alle Notärzte und Sanitäter, alle Polizisten und Seelsorger und Ihr alle die mir jetzt gar nicht so schnell einfallen. Danke… Danke für Euren Einsatz. Danke, dass ihr dann noch handeln könnt und uns Schutz und Sicherheit geben könnt wenn es uns allen schon lange nicht mehr möglich ist.  Es tut mir so unglaublich leid… Und ja es zieht mich runter, ich suche Antworten, warum endet diese ******* nicht. Warum schafft es der Rest der Welt nicht, dem endlich ein Ende zu setzen? Man muss doch etwas tun können… Ich empfinde uns alle so unglaublich hilflos im Kampf gegen DIE…

Was stimmt mit Menschen nicht, die in vollem Bewusstsein andere Menschenleben auslöschen wollen? Ich weiß nicht, kann das nur ich nicht verstehen oder mache ich mir zu viele Gedanken? Bin ich zu empathisch? Dennoch, ich muss sie rauslassen, die Gedanken, ihr wisst schon… Sie müssen Raum und Platz finden. Sie müssen meinen Geist und meine Körper verlassen können und es hilft mir hier in meinem Bloggystyle sie einfach rausschreiben zu dürfen… Auch wenn dabei die Tränen fließen müssen und dürfen… Also was bleibt uns? Es bleibt uns, unsere liebsten Menschen und Seelchen fest in unsere Arme zu schließen und ganz ganz fest zu halten. Es bleibt uns, dankbar zu sein, für das war wir haben dürfen. Es bleibt uns, heute mit unseren Herzen und unseren Gedanken bei den lieben Menschen zu sein, denen heute so fürchterliches widerfahren ist. Und es bleibt uns, für Sie zu beten, für Sie, für Ihre Liebsten und für unsere Welt, damit es irgendwann endlich aufhört und Frieden einkehren kann….

In diesem Sinne…

 

Bloggystyle – Be Happy

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.

Wer kennt es nicht, es läuft ein Lied und es dauert keine 10 Sekunden bis uns dieser Song in seinen Bann gezogen hat. Ob wir nun möchten oder nicht. Sei es nun, dass er uns urplötzlich glücklich macht und uns  wild hüpfend, mit schwingenden Hüften durch die Wohnung tanzen lässt – oder auch das Gegenteil wir spüren eine Melancholie, die Tränen auf den Wangen und wissen im ersten Moment gar nicht warum, woher…

Es gibt unzählige Lieder und ich finde es unglaublich spannend, dass jeden Menschen auf dieser Welt ein anderer Song, eine andere Musikrichtung oder Band fasziniert und berührt – und zwar berührt auf eine ganz eigene Weise, unnachahmlich, wie es eben nur Musik schafft. Sie fragt uns nicht danach ob sie darf, ob uns gerade danach ist, Sie tut es einfach , ohne Umschweife, ohne anzuklopfen, das ist doch verrückt oder magisch?

Der Reichtum an Musik ist doch erstaunlich und wundervoll zugleich. Egal wo wir uns befinden, in welchem Land, auf welchem Kontinent auch immer, egal ob es dort Radio oder Fernsehen gibt, Lifestyle oder nicht – Musik wird dort zu finden sein. Ganz egal auf welchem Erdteil, denn Sie verbindet uns Menschen. Es gleicht doch fast einer Artenvielfalt wie wir Sie ja eigentlich nur aus der Flora und Fauna kennen.

Habt Ihr auch DIESE Songs, die in Euch Großes bewirken, die Euch Zuversicht, Tiefgründigkeit, Glückseligkeit – ja vielleicht sogar Selbstbewusstsein schenken und bei denen Euch das Herz aufgeht? Ich habe einige davon und ich werde sie Euch nicht vorenthalten. Das sind meine „Einfachglücklichmacherundsichdabeifreiundwildfühlen“ Songs….

„Honey, lass uns heute Blau machen und gemeinsam Chicken fried und Peanut Butter Jelly essen. Sag Marie P. bescheid, der Himmel reisst auf, es ist wunderschön anzusehen und in etwa 50km warten schon die Sonnenmädchen auf uns – and it´s gonna be OK!“

Oder warum diese Songs einfach glücklich machen…

Da wäre gleich mal einer meiner absoluten Favoriten – Honey, i´m good von Andy Grammer. Den müsst Ihr einschalten, (laut) aufdrehen und mitsingen und ich verspreche, der Gute-Laune-Schuss ist Euch sicher. Danach drehen wir nicht leiser sondern Switchen nahtlos über zu Shakira, ja die Lady hat es einfach drauf. Ölt schon mal das Hüftgelenk, denn zu Try Everything könnt Ihr locker flockig die Hüften schwingen und noch einmal mit einem Dauergrinsen im Gesicht an die schönsten Momente von Zoomania zurückdenken. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig in Fahrt ist, der sollte vielleicht mit Air Dice & Ben Cocks starten und ihrer gleichermaßen chilligen wie einfach süßen Nummer Your Firefly. Ich finde das Ding lädt tatsächlich sehr zum mitsingen ein. Und wenn Ihr den OK findet dann lasst doch gleich Robin Schulz und James Blunt (einfach genial, dass sich diese Beiden musikalisch gesucht und gefunden haben) an die Decks… wenn der Bass die Möbel hebt ist es gerade laut genug. Nicht vergessen! 😉 Wiederum wenn Ihr im Auto unterwegs seid, solltet Ihr Dos Bros von The BossHoss einschalten. Ihr werdet sehen, wie amüsant so eine Autofahrt sein kann mit der richtigen Mucke an Eurer Seite. Wenn sich die Woche dem Freitag entgegenstreckt solltet ihr auf die Zac Brown Band vertrauen die Euch mit irisch angehauchten Klängen und Sätzen wie „And a little bit of Chicken fried and cold beer on a Friday night…“ definitiv ins Wochenende katapultieren wird. Ach und wenn wir schon bei all den Leckereien sind, dann ist es natürlich zum Peanut Butter Jelly von Galantis auch nicht mehr weit. Eine totale Stimmungsrakete übrigens… sofern man sich nach sooooo viel Essen noch bewegen kann. Und weil wir alle so unglaublich brave und anständige Menschen sind, der folgende Song aber auf dieser Playlist nicht fehlen darf hören wir ihn auch NUR am Freitag. (vorausgesetzt ihr habt Samstag frei) Das wäre nämlich dann Blau von Amanda & Sido und wenn wir lauthals mitträllern bei „Hey! Guck, der Himmel ist blau, komm, das machen wir auch. Mann, dein Laptop ist grau, klapp ihn zu! Mach ihn aus!“ wollen wir ja nicht, dass der Chef uns hört und schlechtes von uns denkt. Solltet Ihr auf der „ich fühle mich ziemlich happy und gleichzeitig verrückt, frei, wild und einfach mega“-Skala bei der 8-9 angekommen sein, dann seid ihr reif für den Rest der BloggyStyle-Playlist. Der ist nichts für schwache Nerven und ab hier kommen dann auch unsere „Exoten“ dazu. Um im richtigen Groove zu bleiben lassen wir die verrückte Nummer von LunchMoney Lewis mal an den Start mit Bills. Ich finde den Song deshalb so grandios, weil er mir grundsätzlich ein Grinsen auf die Lippen zaubert. Währenddessen könnt Ihr ja schon mal überlegen wie Euer Ninja Name lauten könnte (meiner wäre im Übrigen Arichikululuki – sehr sexy wie ich finde) und dazu Enter the Ninja von The Antwoord aufdrehen. Ein genialer Song der übrigens auch in dem Film „Chappie“ seinen Auftritt hat. Hope von Sir Felix, Rivers von Sam Feldt & de Hofnar Remix, Sky von Hannes Gotschy, Ocean von Boy Kiss Girl und Salzburg von Worakls sind nur ein paar der Lieder, die ich Euch nur wärmstens an Herz legen kann. Sie sagen für uns so viel aus, ohne dabei viel Text zu nennen, haben ein tolle Melo sowie alle einen genialen Beat, der Euch definitiv abholen wird… Mit dem Glücksgefühl im Bauch und der Freude im Herzen könnt Ihr Euch dann getrost kopfüber oder auch Headlong mit R.I.O. in die Summer Air von den Italo Brothers stürzen.

Zu guter Letzt wäre da noch die schöne deutschsprachige Musik. Darunter gibt es geniale Tracks die den letzten und zweifelsfrei besten Schliff durch ihren elektronischen Anteil erhalten haben. Verpasst auf keinen Fall das Date mit der bezaubernden Marie P. von Körner, einer meiner absoluten Lieblingssongs, nehmt die 50 Kilometer (Monkey Punch & Sebastian Grayly) auf Euch, denn der Himmel reisst auf (das wusste schon Stereoact), denn wir können alle ein Sonnenmädchen sein, vielleicht gestört aber geil…

Rock the World

In diesem Sinne, sei dankbar, zufrieden und glücklich, Du hast alles was es zum glücklich sein braucht!

 

 

 

Irland – Straße ohne Namen

Irland – Straße ohne Namen

“May you always walk in sunshine.

May you never want for more.

                      May irish angels rest their wings                         

right beside your door.”

Mai 2016 – Das Abenteuer beginnt… wir müssen also mal raus, weg von dem ganzen Kinderwunschthema, raus aus dem KiWu Zentrum und rein ins Reisebüro – wir wagen es und machen einen Roadtrip.

Den ersten in unserem Leben!

Ja, Irland soll es sein, alle Frauen, die jemals „PS: Ich liebe Dich“ gesehen haben, wissen an dieser Stelle warum…

Doch wir sollten auf dieser Reise erfahren, dass Irland so unglaublich viel mehr zu bieten hat…

Also buchten wir einen Flug von München nach Dublin und einfach mal kein Hotel. Die B&B´s wollten wir uns von Tag zu Tag vor Ort suchen. Wir wollten Abenteuer pur und den Reiz der Freiheit…

Ankunft am Flughafen in Dublin, wir holen unser Mietauto und ich denke mir schon am Schalter – das wird ja witzig ich versteh hier kein Wort. Wie gut, dass mein Mann ein einwandfreies Englisch spricht und somit auch dieses seltsame irish-english-what-ever problemlos verstehen konnte. Ich dachte mir noch , hey wie toll, wir haben ein Auto, wie ging das denn jetzt –  na egal, es kann also los gehen…

Los ging es dann auch erstmal durch gefühlte 40 Kreisverkehre, einer davon tatsächlich 6-spurig! und damit es auch nicht langweilig wird das alles natürlich auf der linken Seite. Ich sag es euch, Linksverkehr für Anfänger… ständig kommt man sich vor wie ein Geisterfahrer, nicht dass wir vorher wussten wie man sich so als Geisterfahrer fühlt… Aber, wir schafften es ohne Blechschäden  aus Dublin raus und da waren wir nun auch schon auf der Autobahn – nun gut gefühlt fuhren wir wieder auf der falschen Seite aber das hat sich tatsächlich nach einigen Kilometern gegeben.

Unser erstes Ziel war zunächst der Wicklowmountain Nationalpark…http://www.wicklowmountainsnationalpark.ie/

Schauplatz und Kulisse von PS: Ich liebe Dich… steinig, schön und alles blühte gelb und noch gelber… ich dachte schon jeden Moment biegt Gerard Butler um die Ecke…

Kilkenny – Bunt und Bier

Unseren ersten Abend und somit auch die erste Nacht verbrachten wir in Kilkenny.  http://www.kilfordarms.ie

Dort kommt auch tatsächlich das bekannte Kilkenny Bier her. Diese Stadt ist unglaublich bunt. Es ist zwar ein kleines Örtchen aber es hat für mein Empfinden einen wunderbaren Charme, man fühlt sich einfach wohl dort. Das war auch unser erster Abend in einem irischen Pub – und es sollte lange nicht der letzte sein – und wie sollte es in Irland anders sein –  es gab natürlich Live Musik.  In diesem Pub allerdings in Form eines älteren Herren der dort stand und sang, mit einer Stimme, die mich tatsächlich an Ronan Keating erinnerte, einer Ruhe und Gelassenheit als würde er schon sein Leben lang in dieser Kneipe stehen und singen – und ich vermute, dass es auch so ist…                           Es war schlicht und einfach authentisch und genau das fand ich ganz wundervoll.

Und während wir dort saßen, neben uns die vielen Einheimischen in Jogginghosen (in Irland sind alle in Jogginghosen unterwegs, was wir persönlich großartig fanden), genoßen wir Bier und Bullmers und ließen uns einfach vom Gesang, der irischen Musik, dem Glück endlich in Irland zu sein und dem unglaublichen Flair einfangen…

Da waren wir – angekommen in Irland und die Reise konnte beginnen…

Macroom – und die teuerste Pizza der Welt

Gut gestärkt nach einem originalem irischen Frühstück inklusive Black Pudding und Baked Beans – und ja Black Pudding ist schrecklich -führte uns die Reise erst einmal zum Rock of Cashel! Den man laut vielen Reiseführern unbedingt gesehen haben muss. Ich kann sagen, gesehen haben wir ihn – aber nur aus der Ferne… er war natürlich eingerüstet… So sind wir ein bisschen drum herum gefahren bis sich uns ein toller Ausblick bot und da haben wir unser Must-Have Foto geschossen. Ich persönlich fand die Kühe vorne im Bild noch toller – ja ich gestehe ich bin ein Kuh-Fan…

Weiter gings, wir hatten ja noch eine ordentliche Strecke vor uns. Cork – war unser nächstes Ziel. Bekannt als zweitgrößte Stadt in Irland, als Universitätsstadt und 2005 sogar als Kulturhauptstadt Europas. Die Einwohner nennen ihre Stadt voller Überzeugung – The real Capital… Für mich persönlich kommt Cork ein wenig hektisch und chaotisch daher. Ich habe die Stadt als sehr schnelllebig aber nicht unbedingt angenehm empfunden. Leider kann ich euch auch gar nicht sagen woran das nun lag.  Der English Market ist natürlich einen Besuch wert. Imposant und wirklich prächtig anzusehen fanden wir die  St. Fin Barre’s Cathedral, die doch ein wenig an Hogwarts erinnert…

Nun aber raus aus der Stadt und rein ins unendliche Grün, wir wollten doch endlich nach Kerry – ja dieses Kerry. Dort wo du überall Kerrygold Kühe siehst und die Welt dir nur noch unendlich weit und grün erscheint. Und eines haben wir gelernt – hier in Kerry ticken die Uhren noch ganz anders…

Hinter Cork ging es weiter mit unendlichen Straßen, die natürlich wieder einmal allesamt ohne Namen waren, das teilte uns unser zuverlässiges Navi stets mit. Die Straßen wurden im enger und wir dachten uns schon, ob wir hier jemals ankommen? Hier kann doch kein B&B mehr sein, wir sind doch irgendwo im Nirgendwo… aber nach ein paar weiteren engen Gässchen und vielen Schlaglöchern in denen man ganze Bundesländer verschwinden lassen könnte tauchte es vor uns auf – Findus House!

http://www.findushouse.ie/

Wie wir jetzt sagen können, definitiv das entspannteste B&B auf unserer ganzen Reise. Wir kamen endlich an bei Mary & Findus und niemand war da – läuft! Nachdem wir Mary telefonisch erreichen konnten uns sie uns mitteilte, sie wäre noch beim Einkaufen und es würden noch ein bisschen dauern hat mein Liebster beschlossen – hier ist es schön – hier ist es Zeit für ein Guinness im Garten…

 

Wer früher schon gerne bei Omi und Opi übernachtet hat, der wird es dort ganz sicherlich  lieben. Die Zimmer waren unglaublich liebevoll eingerichtet und es gab ein eigenes Gästewohnzimmer mit ganz vielen Reiseführern, Büchern und sämtlichem anderen Krimskrams. Das Frühstück wurde von Mary frisch zubereitet und es war für jeden Geschmack etwas dabei… Es war himmlich lecker. Und wenn du dann in diesem heimeligen Zimmer liegst (wir waren auch noch die einizigen Gäste) und kuckst aus dem Fenster und siehst nur Kühe, Grün und Himmel, dann kann die Seele einfach mal entspannen und alles in dir zur Ruhe kommen… Und das tat uns so gut!

Doch auch in Kerry möchte man Abendessen und da wir hier ja fernab von allem waren konnten wir erfahren, dass zu Fuß das nächste Dorf (Ballyvourney) zu erreichen ist, da gibt es sogar ein Pub (wie in jedem Dörfchen Irland auch wenn es nur 2 Einwohner hat) und Essen! Also los gings mit einer schönen Abendwanderung, eingebettet in die grünen, irischen Wiesen… Angekommen im Pub gab es laut Karte 6 verschiedene Pizzen. Als der nette, ältere Barkeeper dann kam meinte er nur, er habe nur noch 2 verschiedene Pizzen. Wir waren schon etwas erstaunt und als er in der Küche verschwand und dann wieder kam mit zwei Tiefkühlpizzen auf dem Arm, wovon wir uns eine aussuchen sollten waren wir erstmal völlig raus…  9 Euro und ein Abend an dem wir so unglaublich viel gelacht haben waren es uns wert – für die wohl teuerste Tiefkühlpizza in ganz Irland – lecker war sie trotzdem!

Ring Ring Ring of Kerry

Die Nacht verbrachten wir dann in Kenmare                                                       https://www.rockcrest-house.com/#home ,ein tolles B&B mit wunderschönen Zimmern, von wo aus wir auch den Killarney Nationalpark besuchen konnten, der nicht weit davon entfernt ist, aber ehrlich dort war es uns zum wandern tatsächlich zu warm so bei 15°C… Wir fühlten uns ja quasi schon als richtige Iren…

Der nächste Tag begann mit Regen, Regen und nochmal Regen, dazu noch eine Prise Nebel und angenehme 12°C… Man könnte sagen, das perfekte Wetter für DIE Attraktion – der Ring of Kerry… oder anders gesagt, original irisches Wetter. Aber wie es nun mal ist, es gibt ja kein schlechtes Wetter und außerdem sind wir in Irland. Also rein ins Auto und rauf auf den Wild Atlantic Way… der übrigens überall wunderbar mit seinem einprägsamen Zeichen gekennzeichnet ist. http://www.wild-atlantic-way.de/

Man kann sich also eigentlich nicht verfahren – und wenn doch ist es auch egal, denn Irland ist so ziemlich an jeder Ecke schön. Bevor wir den Ring of Kerry errreichten hatten wir zuerst das Glück die Cliffs of Kerry sehen zu dürfen – eine imposante Felsformation, die gerade bei Regen und Sturm ein unglaubliches Freiheitsgefühl hervorruft. Wir konnte uns in den Sturm legen und fielen nicht um, das war ein Moment, da wurde uns bewusst wie klein wir als Menschen doch sind und zu was unsere Natur im Stande ist zu bewegen. Als ich dort oben stand, der Wind und der Geruch des salzigen Atlantiks schlug mir ins Gesicht, da wusste ich wieder wie unglaublich schön unsere Welt ist, wie gewaltig und unberechenbar die Natur ist, wie unser Los auch aussieht, wir sind hier, in diesem Moment und dürfen diese Erfahrung machen… Für Menschen wie mich, die das Meer lieben, die sozusagen süchtig nach Meer sind, die Luft, der unendliche Horizont, der Wind und der Geschmack nach Meer ist es ein Moment, der unbezahlbar ist. Mit meinem Mann an meiner Seite und Glück und Freude im Herzen habe ich einfach beschlossen dieses Gefühl in meinem Herzen einzuschließen und zu bewahren.

Über den Ring of Kerry kann man sagen, dass es eine wunderschöne Küstenstraße entlang des Atlantiks ist – auf jeden Fall einen Besuch wert.

http://www.theringofkerry.com/

Und irgendwie war er bei Regen und Sturm wahrscheinlich sogar noch imposanter als bei Sonnenschein… Es gibt viele Aussichtspunkte, wunderbare kleine Küstenstraßen und die Bezeichnung „Roadtrip“ findet dort definitiv seine Berechtigung!

Dingle – und der Hype um DEN Delphin

Völlig durchnässt und fertig mit der Welt kamen wir am Abend in Dingle an. Weltberühmt geworden ist das kleine Fischerdörfchen durch den dort lebenden Delphin namens Fungi. Für eine (unverschämte) Summe kann man mit einem Boot rausschippern und hoffen, dass man Fungi zu Gesicht bekommt. Wir hatten allerdings von Nass und Wasser schon genug an diesem Tag, so dass diese Möglichkeit für uns nicht mehr in Frage kam.

In Dingle schliefen wir im Murphy´s B&B. https://www.murphybb.com/#map

Etwas schwierig zu finden, aber ziemlich cool mit eigenem Pub und toller Live Musik am Abend. Und das Beste an diesem Haus war, wir konnten unsere Zimmertüre offen lassen und während mein wundervoller Mann schon im Land der Träume war konnte ich völlig entspannt der Musik lauschen…. Hat das Charme? Ja hat es…

Unsere Reise sollte uns noch weiterführen.  Mit der Fähre übers Wasser in das definitiv abgefahrenste B&B auf unserer Reise mit dem schönsten Sonnenuntergang, vorbei am absoluten Harry Potter Feeling bis in die meiner Meinung nach schönste und wundervollste Stadt in Irland….

Das alles könnt ihr lesen und sehen – im nächsten Beitrag.

Machts gut und immer dran denken,

sei glücklich und dankbar, für das was du hast!

 

Warum wir sind, wie wir sind und wie wir 3 uns fanden…

Da ist er nun, mein allererster Blogeintrag. Ich bin doch direkt ein bisschen aufgeregt… dennoch ich möchte in diesem ersten Eintrag ehrlich sein zu euch, ehrlich im Sinne, warum sind wir so wie wir sind, was macht unsere Persönlichkeit aus, warum reagieren wir manchmal unvorhersehbar, anders als vielleicht andere… Hinter jedem Menschen steht eine Geschichte, das hier ist also nun ein Teil von unserer… vielleicht habt ihr Lust es zu lesen, ohne über uns zu urteilen, ohne uns in eine Schublade zu stecken… Wir haben eins gelernt in den letzten Jahren:

Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen…

Wie unsere Planung ausgesehen hat? So wie bei allen anderen auch – verliebt, verlobt, verheiratet, Kinder… Aber: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Auch wir sind verheiratet, hatten eine große Krise hinter uns, es ging uns endlich wieder gut und wir haben inniger und ehrlicher zueinander gefunden als jemals zuvor. Dann dachten wir, der Zeitpunkt für ein Kind wäre doch jetzt wunderbar. Doch, wie ist es so oft. Es will einfach nicht klappen. Jeden Monat aufs Neue, hoffen, bangen, Enttäuschung, Frust… Diese Achterbahnfahrt der Gefühle ist für viele vielleicht nach dem Absetzen der Pille die ersten Monate ganz spannend – aber irgendwann will man da nicht mehr mitfahren. Du merkst plötzlich, es geht mir sehr nahe, es geht mir an die Substanz…

Eine Entscheidung muss her. Unser Weg führte uns – in ein Kinderwunschzentrum – und wir erhofften uns natürlich Großes davon. Auf den Termin warteten wir bereits 4 Monate – dann endlich die erste Vorstellung. Die Ärztin war eigentlich ganz nett, distanziert aber okay, das Team ebenso. Wir wurden fotografiert und über alles – wirklich ALLES – ausgefragt. Man nahm uns Blut ab und untersuchte uns von Kopf bis Fuß. Von innen nach außen. Wir bekamen eine Mappe mit all unseren Untersuchungsergebnissen, die war so dick, man könnte meinen wir wären dort schon jahrelang in Behandlung… Was uns aber wirklich konfus machte, alle da drin gingen einfach mal davon aus, dass wir bereit sind – so ziemlich alles für unseren Kinderwunsch zu tun. Erstmal eine Aufklärung, was es denn so alles an Behandlungsmöglichkeiten gibt – Fehlanzeige… Wir wussten aber zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht was da alles auf uns zukommen würde. Man verordnete mir ein Diabetes Medikament um irgendwas in mir besser zu stimulieren und sagte mir schon mal wenn es dann los geht müsste ich mir eben Zuhause hochdosierte Hormone spritzen. Da ging uns dann schon das erste mal die Kinnlade nach unten.  Beim zweiten Termin, waren alle irgendwie noch ein bisschen distanzierter. So haben wir es zumindest empfunden. Nachdem einige Untersuchungen ziemlich schlecht ausfielen und die Ärztin uns weiter überweisen wollte zu verschiedensten Eingriffen wussten wir, wir wollen eigentlich schnellst möglichst dieses Gebäude verlassen. Es hat uns einfach irgendwie überrannt. Nach diesem für uns ziemlich niederschmetternden Termin fuhren wir erstmal ins Reisebüro und buchten 9 Tage Irland – mit Auto aber ohne Hotel… Freiheit, Abenteuer, gemeinsamer Roadtrip – das brauchten wir jetzt. Wir haben diese Zeit so genossen, wir fühlten uns einfach nur wohl, wir beide – mehr brauchen wir nicht. Ich denke, diesen Gedanken hatten wir Beide auch schon länger in uns. Kaum aus Irland zurück, mitten im Supermarkt dann der Anruf – sie haben bei all den Untersuchungen jetzt auch noch einen Gendefekt entdeckt, der wohl mit noch ein paar ungünstigen Faktoren, die Kinderlosigkeit erklärt. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, was mir die Ärztin an diesem Tag inmitten von Backwaren und Nudeln noch so erzählt hat…. Ich hab nur noch meinen Mann gesucht, mich in seine Arme geflüchtet und gesagt – ich will diese ganze Geschichte eigentlich gar nicht mehr… Dann fuhren wir nach Hause. Im Auto sitzend im Hof, sagte mir mein Mann – er möchte das auch nicht. Jeder von uns machte sich riesige Sorgen um den anderen, bzgl. Hormontherapien, Biopsien, Medikamente, gesundheitliche Risiken und ich denke wir dachten Beide schon länger das Gleiche. Nein – wir möchten das Nicht! In dieser Zeit hat mir mein Mann einen Satz gesagt, den ich niemals vergessen werde, denn es war eines der schönsten Dinge, die er mir jemals gesagt hat.                                                         Seine Worte waren: „Du reichst mir in meinem Leben, du füllst mein Leben aus, ein Kind wäre schön gewesen, aber kein Muss, du bist es die ich in meinem Leben brauche.“  Und genauso denke ich auch, ich empfinde es als ein großes Geschenk, wenn man seinen Herzensmensch an seiner Seite haben darf.

Ja es tut manchmal weh, ich müsste lügen, zu behaupten, es schmerzt nicht, sich von dem Gedanken eines eigenen Kindes zu verabschieden. Nicht jeder Tag ist gleich, an manchen Tagen tut auch der Anblick kleiner Babys weh, aber ich empfinde es so, es wird besser. Man nimmt irgendwie innerlich Abstand von dem Thema, und ich man ist irgendwie weniger empfindlich. Gerade wenn man seinen Fokus dann ganz bewusst auf andere schöne Dinge lenkt. So war es also dann, wir gingen in unsere Wohnung hoch, haben in der Kinderwunschklinik angerufen und gesagt, sie sollen alle weiteren Termine streichen, wir haben uns klar gegen diese ganze Sache entschieden. Ich glaube heute wir sind eines der wenigen Paare die sich so entscheiden und ich ziehe meinen Hut vor den Paaren, die diesen Weg gehen. Unser Weg ist es nicht, er fühlt sich nicht richtig, nicht gesund, nicht gut für uns an. Ich bin so dankbar, dass mein Mann und ich dazu die selbe Einstellung haben. Ich weiß, jeder von uns hätte es dem Partner zuliebe getan, ohne Wenn und Aber… Und alleine schon das fühlt sich wunderbar an. Wir hatten in dieser Zeit unglaublich viel Rückhalt von unseren Familien, unseren Eltern, unserer Trauzeugin und unseren Freunden…  Dafür sind wir sehr dankar.

Mein Mann wusste, dass ich schon mein Leben lang einen großen Herzenswunsch habe – der hat vier Pfoten und Fell und bellt ab und zu… Im September haben wir dann erfahren, dass wenn alles gut läuft im November unser Hundewelpe zur Welt kommen wird.  Das hat echt auf Anhieb geklappt (wenigstens bei den Wauzis) *lach* – wir haben uns so unendlich gefreut. So war es dann auch, am 06. November 2016 kamen sieben kleine Welpen zur Welt – darunter ein Rüde – das sollte unser Toby werden. Dieses winzig kleine Lebewesen, von Anfang an zu begleiten und das alles hautnah mitzuerleben, entschädigt uns für das alles, was wir selbst nicht haben können. Manchmal sitzen wir einfach nur da und bestaunen unser Hundekind und sind einfach nur glücklich und dankbar, dass es so ist, wie es ist. Wir sagen uns immer wieder, den schickte uns der Himmel.

Ich bin meinem Mann unglaublich dankbar, dass er mir diesen Herzenswunsch erfüllt hat, manche mögen es nicht verstehen, aber er hat für mich nahezu dieselbe Bedeutung wie ein Kind. Es hat eben Fell und spricht nicht unsere Sprache – wir verstehen ihn aber trotzdem, auch ohne Worte. Wir lieben dieses kleine Lebewesen und er hat unsere Familie jetzt eben auf diesem Weg komplett gemacht.  Manchmal geht das Leben eben andere Wege – mögen es die Mitmenschen verstehen, oder eben nicht…

Ich habe zu keinem Zeitpunkt unsere Entscheidung bereut.  Im Gegenteil, ich freue mich wenn es mal Babyzuwachs in unserer Familie geben wird. Ich weiß mein Mann wird ein wundervoller Onkel sein und ich hoffe ich werde eine ebenso tolle Tante. Wir werden unser Bestes geben, soviel ist gewiss.

Wir fühlen uns stark mit unserer Entscheidung, ich fühle mich stark mit meinem Mann zusammen und in unserem Leben zu Zweit, also jetzt zu Dritt.

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In diesem Sinne, sei dankbar, zufrieden und glücklich, Du hast alles was es zum glücklich sein braucht.

  1. Juni 2017